Mittwoch, 10. Januar 2018

Ein Standort - zwei Museen

Wen hatte er nicht gestört, der Zaun, der bislang zwei bedeutende Dahlemer Museum trennte. Er zerschnitt bisher die Grundstücke, auf denen das Brücke-Museum und das Kunsthaus Dahlem liegen. Das Brücke-Museum mit der weltweit umfangreichsten Sammlung der expressionistischen Künstlervereinigung „Brücke“ besteht genau 50 Jahre,  das benachbarte Kunsthaus-Dahlem mit seiner Sammlung der deutschen Nachkriegsmoderne in Ost und West, wurde 2015 eröffnet. Um von einem Museum zum anderen zu gelangen, mussten Besucher bislang einen ziemlichen Umweg laufen. Jetzt haben  die beiden Museumsdirektorinnen Lisa Marei Schmidt (Brücke-Museum) und Dr. Dorothea Schöne (Kunsthaus Dahlem) den trennenden Zauns niederreißen lassen. Damit wollen sie, wie mir versichert wurde, ein Zeichen zur engeren Zusammenarbeit setzen. „Jetzt nutzen schon die meisten der 30.000 bis 40.000 Besucher im Jahr, die beide Museen besuchen, unser Kombi-Ticket“, sagt Museumschefin Schöne, „wir haben viele gemeinsame Ideen, aber die sind noch in der Planungsphase.“ Fest steht aber schon ein gemeinsames Sommerfest. Beide Museums-Leiterinnen rechnen damit, dass die benachbarten Ausstellungshäuser, die jetzt an einem gemeinsamen grünen Grundstück liegen, künftig als ein Museumsstandort wahrgenommen werden.
Foto: Kunsthaus Dahlem, November 2017

Das Kunsthaus Dahlem hat viele Freundinnen und Freunde. Einer von ihnen ist der Berliner Journalist Horst Schwartz. Hier schreibt er seine Gedanken und Beobachtungen nieder.

www.kunsthaus-dahlem.de

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